Wenn die Ampel gelb blinkt…

Posted on 8. Februar 2012

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Unser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann.

(Francis Picabia)

Wie steht es mit Ihren Gedanken?

Befinden sich diese noch im roten (negativen) oder schon im grünen (positiven) Bereich? Oder: sie sind zwar im grünen Bereich aber Ihre innere Ampel springt immer wieder auf Gelb um – sie blinkt? Wie oft und wie lange dauert das Blinken auf Gelb? Lassen Sie mich raten… immer dann, wenn Sie sich eigentlich ganz gut fühlen, aber plötzlich angstvolle, sorgenvolle Gedanken in Ihnen auftauchen, weil Sie hin und wieder mit irgendwelchen Problemen zu kämpfen haben und keine passable Lösung in Sicht ist… Obwohl Sie sich den Kopf zermartern, wie Sie die problematische Situation lösen könnten. Sie drehen sich im Kreis, ein Gedanke jagt den anderen, als würden Sie im Karussell sitzen. Und je mehr Sie sich anstrengen, umso weniger fällt Ihnen etwas Gescheites zur Problemlösung ein.

Unsere Gedankenwelt spielt eine maßgebliche Rolle, welche Erfahrungen wir in der äußeren Welt machen. Jeder gedachte Gedanke (nicht nur unsere Taten) kehrt zu uns zurück. An unseren Erfahrungen können wir erkennen, ob unsere Gedanken eine gute oder weniger gute Richtung eingeschlagen hatten.

Zum Glück können wir selbst diese Richtung bestimmen. Wenn unsere Gedanken sich ständig mit Ängsten, Zweifel, Unsicherheit befassen, wird sich dies in unseren Erfahrungen widerspiegeln. Wir werden uns ängstlicher, unsicherer fühlen.

Es führt kein Weg daran vorbei, wir sollten unsere Gedanken wirklich bewusst kontrollieren und diese – auch wenn es uns oft schwer fällt – in positive Bahnen lenken. Wenn Sie problematische Lebensumstände haben und andauernd mit irgendwelchen Schwierigkeiten zu kämpfen haben – diese werden sich so lange nicht ändern, bis Sie Ihr Gedankengut  positiver und zuversichtlicher gestalten. Wir können darüber auch in zahlreichen Büchern von namhaften Autoren nachlesen. Es wird immer wieder betont, dass wir mit unseren Gedanken unsere Erfahrungen erschaffen bzw. steuern.

Ich kenne auch genügend Menschen, die mit ihrem Leben, mit ihrem Schicksal unzufrieden sind – sie geben die Schuld meistens den Anderen. Immer ist jemand Anderer schuld daran, dass sie nicht den Traumjob, ein neues Haus, ein tolles Auto oder einfach nur mehr Geld bekommen. Aber was haben die Anderen wirklich damit zu tun? Sind wirklich andere Menschen dafür verantwortlich? Ist das so einfach zu sagen? Ich denke, jeder ist selbst für sein Denken, seine Taten, Handlungen verantwortlich – niemand kann für mich denken, außer ich genehmige es. Dann lebe ich jedoch so, wie es die Anderen wollen – dann gehe ich fremd, sozusagen. Ich lebe mein Leben, gefüllt mit fremden Gedanken – fremd gesteuert.

Nur der Denkende erlebt sein Leben, am Gedankenlosen zieht es vorbei.

(Marie von Ebner-Eschenbach)

Aber: ICH sollte doch meine Gedanken selbst wählen, Tag für Tag. Ich ganz alleine entscheide darüber, welche Erfahrungen in mein Leben treten sollen/werden. Und ich weiß auch wenn ich etwas Negatives erlebe, dann habe ich meine Gedanken nicht gut genug gewählt, nicht in eine positive Richtung gelenkt.

Ich weiß, die Angst ist ein großes Thema bei vielen Menschen – die Angst regiert die Welt sozusagen. Aber mit Angstgefühlen werden wir unser persönliches Leben nicht in den Griff bekommen, geschweige denn unbeschwert leben zu können. Je öfter und je länger wir mit angsterfüllten Gedanken hadern, umso schwieriger werden unsere Erfahrungen. Das nennt man dann wohl… ich habe immer Pech… !? Wahrscheinlich kommen irgendwann auch noch diverse Krankheiten dazu (psychosomatische Ursachen) – unsere Gedanken machen uns buchstäblich krank. Der Teufelskreis beginnt. Aus diesem Grund ist es enorm wichtig, es gar nicht soweit kommen zu lassen. Ich weiß, dass man immer meint, das wäre aber nicht so einfach. Aber wenn wir es nicht einmal versuchen, wo und wie werden wir enden…?

Versuchen sie Ihre innere Welt zu reinigen. Ich sage bewusst nicht, dass Sie alle Probleme, die Sie belasten einfach loslassen sollten – wie sollte man das auch von einer Minute auf die andere schaffen?

Aber was Sie tun können ist, Ihre Gedanken im Bezug auf gewisse Probleme zu ändern. Zu versuchen trotz aller Schwierigkeiten etwas Positives zu erkennen. Wenn es noch so klein oder wenig ist. Halten Sie Ihren Fokus Tag täglich daran fest. So können Sie zumindest ein Teil Ihrer Gedanken von problematischen Situationen ablenken.

Wenn mich etwas belastet (Sorgen, Kummer) denke ich immer: ich weiß nicht wie ich die allerbeste Lösung für dieses oder jenes Problem habe, ich weiß nur, dass ich es schaffe, dass ich das Problem löse. Und jedes Mal, wenn mich meine Zweifel quälen, beginne ich mit diesem Satz von vorne - ich weiß nicht wie…, ich weiß nur, dass... ich es schaffe. Und wenn es sein muss, wiederhole ich es 100 Mal am Tag. Sofort, in der Sekunde, wenn ich spüre, dass die Angst oder die Zweifel auftauchen. Ich merke dann gleich, dass die Angstgefühle zurückweichen. Das müssen sie auch, denn ich fokussiere meine Gedanken auf die Möglichkeit der allerbesten Lösung meines Problems. Dadurch bin ich im positiven, im grünen Bereich – auch meine Emotionen beruhigen sie sich rasch.

Ich weiß nicht wie… ich weiß nur, dass… – und da kann sein was will. Ich weiß nur… dass ich es schaffe und es kommt die allerbeste Lösung für mich. Mittlerweile praktiziere ich diese Technik in allen Lebensbereichen und es wundert mich manchmal, wie schnell eine Idee oder Eingebung (Intuition?) durch meinen Kopf schießt, die eine optimale Lösung für mein Problem sein könnte. Oder es kommt etwas von außen auf mich zu – eine Möglichkeit, der ich normalerweise keine Achtung geschenkt hätte, wenn ich angstvoll und voller Sorgen gewesen wäre. Durch die Angstblockaden hätte ich diese gar nicht erkannt. Eine Möglichkeit, als getarnte Lösung für mein Problem. Oft erscheint es, als wäre es nur ein Zufall. Aber mittlerweile weiß ich auch, dass es keine Zufälle gibt.

Zufall = Ein Wort ohne Sinn; nichts kann ohne Ursache existieren.

(Voltaire)

Ich kann diese Technik nur weiterempfehlen – mir hilft sie immer wieder. Ich weiß nicht wie…. – mit diesen Worten schaffe ich es mein Problem loszulassen und ich zerbreche mir auch nicht den Kopf über das Wie und Wo – es ist mir egal wie die allerbeste Lösung daherkommt, Hauptsache ich kriege sie – ich vertraue einfach darauf, ich glaube daran (…ich weiß nur, dass…).

Das ist entscheidend – probieren Sie es aus! Sie werden feststellen, je öfter Sie diese Technik wiederholen, umso mehr Selbstsicherheit werden Sie erlangen und Ihre angsterfüllten Gedanken werden immer mehr im Hintergrund bleiben. Sie bekommen ein Gefühl der Sicherheit – Sie wissen nur, dass… Sie die allerbeste Lösung bekommen. Grübeln Sie nicht über das Wie und Wo. Wenn Sie das tun, sind Sie wieder im roten (negativen) Bereich – dann kommen die Ängste, Sorgen wieder hoch. Wenn also die innere Ampel auf Gelb umschaltet und blinkt – Achtung! – Ich weiß nicht wie….. ich weiß nur, dass…!

Viel Erfolg!

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Liebe Grüße,

© Sunelly Sims

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