Nachrichten mit Nebenwirkungen…

Posted on 10. Februar 2012

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Sowohl in der Dichtung als auch im Leben ist es niemals zu spät für eine Korrektur.

(Nancy Thayer)

 

Wie wäre es wohl jeden Tag unseres Lebens mit einem positiven Gedanken zu beginnen?

Ich weiß.. ich weiß… ich kann hören, was Sie jetzt wahrscheinlich denken…  Ja, aber das ist nicht so leicht…  ich habe zu viel Stress, mein Job nervt, ich werde gemobbt, mein Auto ist in der Werkstatt und ich weiß noch gar nicht wie ich das Geld für die Reparatur auftreiben soll… ein Kunde hat den Vertrag noch nicht unterschrieben, mein Boss sitzt mir im Nacken…. und so weiter und so fort…

Es ist wirklich nicht leicht positiv zu denken, wenn der Kopf voller Sorgen ist. Das Problem ist nur, wenn wir jeden Tag Sorgen- und Angstvoll beginnen, wird es uns nicht gelingen, die innere Balance zu finden, die notwendig ist unsere Tage halbwegs stressfrei zu verbringen. Nicht nur das: leider ziehen unsere sorgenvolle Gedanken noch mehr Probleme, Kummer an – bis wir an dem Punkt angelangt sind, Zugeständnisse machen zu müssen. Irgendwann stehen wir am Rande eines Nervenzusammenbruchs oder leiden unter dem Burnout-Syndrom.

Aber wie schafft man es trotz belastenden, negativen Gedanken zuversichtlich zu sein und jeden einzelnen Tag freudestrahlend zu beginnen? Entweder wir verharren in unserem negativen Denkmuster (wir beginnen jeden Tag mit negativen Gedanken), oder wir verwenden die wertvolle Energie für eine konzentrierte, bewusst auf unsere Ziele fokussierte Denkweise. Es wäre doch schade um die Energie, die wir sonst für unsere innere Harmonie und Wohlbefinden aufheben und diese für uns gut tuende Aktivitäten einsetzen könnten.

Darüber hinaus kann negatives Denken mit ziemlicher Sicherheit schnell zu unserer (schlechten) Gewohnheit werden.

Der Teufelskreis beginnt:

An diesem Punkt angelangt ist es noch viel schwieriger unsere Festplatte umzuprogrammieren um den Geist und unsere  Gedanken mit positiver Energie aufzuladen. Wie können wir also jeden Tag mit positiven Gedanken starten? Auch wenn wir gerade Erfahrungen machen, die uns alles andere als gute Laune bescheren?

Versuchen Sie die Tageszeitung rückwärts zu lesen

Es klingt vielleicht banal, es hat jedoch einen Sinn. Wenn Sie zu den Menschen gehören, die bereits beim Frühstück die Tageszeitung in die Hand nehmen, versuchen Sie diese informative Lektüre, beginnend mit der allerletzten Seite (Lokalteil, Sport) zu lesen. So blättern Sie immer weiter zurück, zum Anfang der Zeitung, zu den Wirtschaftsnachrichten und Politik. Es könnte auch gut sein, dass Sie mit dem Frühstück bis dahin schon fertig sind und losfahren müssen um nicht zu spät in die Arbeit zu kommen. Es ist nicht weiter schlimm, denn Sie können die Wirtschaftsberichte und Nachrichten aus der Politik auch nach dem Abendessen zu Hause lesen, wenn es unbedingt sein muss.

Wenn Sie jedoch berufsbedingt auf die täglich aktuellen Berichte, News aus dem Wirtschaftsbereich angewiesen sind, dann müssen Sie diese wohl durchlesen aber es wäre empfehlenswert sich von negativen Berichterstattungen innerlich zu distanzieren. Sie alleine werden nichts daran ändern können. Ihre Stimmung und Ihr Energielevel würden sich rapide sinken, wenn Sie sich jeden Tag in Gedanken damit beschäftigen, wie schlecht die Welt doch ist und wo es überall Krieg, Mord und Totschlag gibt. Natürlich müssen die Medien ihre Schlagzeilen effektiv (teilweise überdramatisiert) formulieren wenn sie die Anzahl ihrer Leserschaft erhöhen wollen. Es liegt an Ihnen ganz alleine, ob Sie dabei mitmachen oder nicht. Schließlich kann man niemanden zwingen, Zeitungen zu kaufen und sie zu lesen.

Falls Sie mit dem Auto unterwegs sind, hören Sie sich morgens lieber eine CD mit Ihrer Lieblingsmusik während der Fahrt an. Früher oder später bekommen Sie die wichtigsten Ereignisse des Tages sowieso mit. Von Ihren Kollegen am Arbeitsplatz oder einfach aus dem Internet. Sie alleine entscheiden darüber, was Sie in Ihre Gedankenwelt hineinlassen, welchen verbalen oder visuellen Berichten Sie den Zutritt gewähren und sich im Gedanken stundenlang, tagelang damit beschäftigen. Wenn Sie sich darüber auch noch eine längere Zeit ärgern, so laden Sie sich unbewusst mit negativen Energien auf, die dementsprechende negative Ereignisse in Ihrem Leben manifestieren werden. Wählen Sie sorgfältiger aus, was Sie lesen, hören und sehen möchten.

Es ist wie beim Essen. Heutzutage weiß nahezu jeder mit einer Selbstverständlichkeit, welche Nahrungsmittel, Speisen dem Körper schaden können. Bestimmte Speisen sind sehr beliebt und werden keineswegs mit negativer Auffassung bewertet, weil sie uns einfach gut schmecken. Obwohl diese zu viel Fett, Cholesterin, Zucker und sonstige Ingredienzien beinhalten, können Viele von uns nicht die Finger davon lassen. Es fällt uns einfach schwer zu verzichten, auch  wenn wir möglicherweise dadurch an Gewicht zulegen oder mit der Zeit andere Beschwerden bekommen. Wenn wir zum Beispiel von vornherein wissen, dass wir von bestimmten Speisen Sodbrennen oder Magenschmerzen bekommen, dann werden wir diese nicht so schnell wider essen, weil wir uns noch sehr gut an das unangenehme Gefühl im Magen erinnern können. Es muss nicht wieder sein.

Aber bei den Nachrichten… oft brauchen wir nur die Schlagzeilen zu lesen und diese ein bis zwei Zeilen regen uns schon  auf. – und das ziemlich oft. Da wissen wir ganz genau, dass es sich in dem Bericht von einer negativen Sache die Rede ist aber offenbar können wir uns nicht mehr daran erinnern, dass uns ähnliche Berichte auch beim letzten Mal schon in Rage gebracht hatten. Nein, wir lesen auch diesen Zeitungsartikel, damit wir wieder so richtig in Fahrt kommen und darüber mit Anderen reden können – wir kauen es noch ein zweites, drittes, viertes Mal durch… Nächstes?… wo soll das alles hinführen… das ist der Wahnsinn..> und so weiter und so fort…. Klingt toll, nicht wahr? Die positiven Gedanken bleiben ganz schön auf der Strecke… offensichtlich sind sie irgendwo unterwegs verloren gegangen….

Wir sollten unsere positiven Gedanken suchen, sie wieder finden und versuchen, diese langfristig bei uns, in unserem Geist zu behalten um uns gegen all die negativen Schlagzeilen, Berichte, Ereignisse in der weiten Welt, in unserer Umgebung besser wappnen zu können. Damit wir nicht so schnell den Boden unter den Füßen verlieren und in einer düsteren Hoffnungslosigkeit versinken. Damit wir nicht im Teufelskreis der negativen Gedanken, Erfahrungen landen und uns dann noch mehr abstrampeln müssen.

Passen Sie auf, was Sie denken…

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Liebe Grüße,

© Sunelly Sims

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(Foto_1: Ambro)