Zu wenig oder zu viel…?

Posted on 16. Februar 2012

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Wir denken selten an das, was wir haben, aber immer an das, was uns fehlt.

(Arthur Schopenhauer)

Kennen auch Sie folgende Sätze?

Zu wenig von den Dingen, die wir gerne hätten:

  • Ich habe zu wenig Geld / kein Geld – um dies und das kaufen zu können  —-> ich kann nicht
  • Ich habe zu wenig Erfolg / keinen Erfolg – um mehr Produkte verkaufen zu können —-> ich kann nicht
  • Ich habe zu wenig Glück / kein Glück – um den Traumpartner kennen zu lernen —-> ich kann nicht
  • Ich habe zu wenig Ausdauer / keine Ausdauer – um meine Ziele zu erreichen  —-> ich kann nicht
  • Ich habe zu wenig Zeit / keine Zeit – um mich meinen Hobbies zu widmen —-> ich kann nicht
  • Ich habe zu wenig (dünne) Haare – um eine schönere, bessere Frisur haben zu können —-> ich kann nicht
  • Ich habe zu wenig Talent – um das zu werden, wovon ich seit meiner Kindheit träume (Musiker, Sänger, Ballett-Tänzer, Schriftsteller, Zauberer, Profi-Handwerker, Maler, Grafiker, Karikaturist usw.) —> ich kann nicht
  • Ich habe zu wenig Durchsetzungs- und Einfühlungsvermögen – um eine Führungskraft zu sein (solche Jobs kriegen immer nur die anderen) —> ich kann nicht

Zu viel von den Dingen, die wir nicht haben wollen:

  • Ich habe zu viel Gewicht / ich bin zu dick – um Sport zu treiben (mehr Bewegung zu machen) —> ich kann nicht
  • Ich habe zu viel Stress / zu viel Arbeit – um mich besser entspannen zu können —> ich kann nicht
  • Ich habe zu viel Pech – um im Leben zu etwas zu bringen —> ich kann nicht
  • Ich habe zu viele Falten im Gesicht – um noch attraktiv zu wirken —> ich kann nicht
  • Ich habe zu viele negative Erfahrungen gemacht – um noch an das Gute im Menschen glauben zu können —> ich kann nicht
  • Ich hatte zu viele enttäuschende, kummervolle Beziehungen – um noch an der wahren Liebe glauben zu können ——> ich kann nicht
  • Ich habe zu viele andere Probleme – um mich um alles kümmern zu können —> ich kann nicht

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Die zwei wichtigsten Wörter zum Erfolg:  – Ich kann –

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Wenn Sie oben genannte Beispiele gelesen haben, werden Sie vielleicht feststellen, wie viele davon auch Sie möglicherweise täglich in Gedanken wiederholen. Unbewusst. Diese Sätze (Überzeugungen) haben sich bereits ganz tief in Ihrem Kopf eingenistet. Sie müssen sich überhaupt nicht anstrengen, an diese Sätze zu denken – nein, sie kommen ohnehin bereits morgens ungerufen aus ihrem tiefsten Inneren hervor und machen sich in ihrem Kopf so richtig breit.

Sie lassen kaum noch Platz für angenehmere Gedanken, schöne Erinnerungen oder für Konzentration bei der Tätigkeit, die Sie tagsüber ausüben. Sie merken nur, dass Sie irgendwie antriebslos sind, Sie haben einfach keine Lust zu nichts, Möglicherweise bekommen Sie auch Kopfschmerzen (weil sich das Gedankenkarussell immer schneller dreht), das Essen bekommt Ihnen nicht, Sie fühlen sich übermüdet, ausgelaugt, deprimiert, gereizt – das Leben kann echt  hart sein… oder?

Irgendwann fällt Ihnen auf, dass sich Ihre Situation in bestimmten Lebensbereichen (Arbeit, Finanzen, Beziehungen), durch die tägliche Wiederholungen dieser Feststellungen – wenn diese sich den oben angeführten Sätzen ähneln – mit der Zeit noch mehr verschlimmert. Sie merken nur, dass je mehr Sie sich bemühen, sich abrackern, noch härter kämpfen – um ihren Lebenszug* auf den Schienen zu halten, umso mehr droht Ihr Zug zu entgleisen. Sie haben immer weniger Kraft und Energieressourcen zur Verfügung um den alltäglichen Anforderungen (Job, Familie, Kinder, Freunde, Beziehungen) gerecht zu werden.

Tief in Ihrem Inneren spüren Sie, dass, wenn Sie so weitermachen, eines Tages zusammenbrechen werden und spätestens dann kapitulieren müssen. Vermutlich erst dann wird die Zeit reif sein, nach einem neuen Ansatz zu suchen, sich Plan B“ zu überlegen – um eine Kehrtwende zu machen. Um den Zug* wieder auf die Schienen zu bringen und gleichzeitig eine andere Richtung zu wählen. Sich für einen Kurswechsel – was Ihre täglichen Gedanken, Feststellungen, Überzeugungen betrifft – zu entscheiden. Das Programm in Ihrem Kopf  mit neuen Befehlen zu überarbeiten und alte Segmente zu überschreiben.

Ihre vorherrschenden Gedanken bewusst in die entgegengesetzte Richtung umpolen. Denn irgendwann sollten Sie damit beginnen, wenn Sie Ihre eigenen Gedanken nicht gegen sich selbst sondern für sich, für Ihre Lebensziele einsetzen möchten.

Ihre Gedanken können für Sie oder gegen Sie arbeiten – jedoch die Richtung, die bestimmen SIE selbst.

Sie werden immer das bekommen, woran Sie denken (dominierende, tägliche „Gedankenschleife“), egal ob Sie die daraus resultierenden Ereignisse, Erfahrungen haben wollen, oder nicht (Apfel oder Birne).

Vielleicht wäre es gerade jetzt an der Zeit, „Plan B“ in Betracht zu ziehen oder zumindest mal kurz darüber nachzudenken…?

Der Mensch bringt sogar die Wüsten zum Blühen. Die einzige Wüste, die ihm noch Widerstand bietet, befindet sich in seinem Kopf.

(Ephraim Kishon)

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Liebe Grüße,

© Sunelly Sims

*Auch interessant: Freiheit und Reichtum – wohin rast der Zug…? – (Gedanken-Platz) 

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(Photo #1: by Ambro)

(Photo #2: by Nutdanai)