Gedanken und Ängste

Posted on 12. März 2012

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Was wären wir ohne unsere Gedanken? Gedanken, die unsere Fantasie beflügeln, die uns fröhlich stimmen. Gedanken, die uns helfen, uns auf das Wesentliche zu konzentrieren. Gedanken zu haben, ganz egal was wir gerade tun. Es gibt Gedanken, welche wir freiwillig denken und andere denken wir, weil wir sie denken müssen, um das, was wir gerade tun, gewissenhaft und genau zu erledigen. Dann gibt es Gedanken, die immer nur um eine Sache kreisen. Sind es Wünsche, sind es Befürchtungen und Ängste? Wir bestimmen, was wir denken. An die Ängste denken und nicht vor ihnen davonlaufen, sie nicht verdrängen. Face to face, direkt ins Auge der Ängste blicken. Sie in Ruhe anschauen, sie annehmen. Ängste nisten sich ein, sie machen sich breit. Es ist oft schwer, nicht an sie zu denken. Sie lassen uns fürchten, sie stellen uns Fallen, sie wollen sich nicht so einfach wegschieben lassen. Ängste sind hartnäckig, sie begleiten uns, sie überkommen uns, sie klammern an uns.

Ein großer Teil der Sorgen besteht aus unbegründeter Furcht. (Jean Paul Sartre)

Doch Gedanken sind stärker als die Ängste, denn Gedanken haben Macht. Die Ängste haben auch Macht über uns, wenn wir es ihnen erlauben. Doch ein richtig gedachter Gedanke ist kraftvoll und rein. Ein kraftvoller, klarer, bewusster Gedanke entmachtet die Ängste. Ängste, die konfus sind und oft ohne Grund da sind. Ängste die versuchen, uns zu verwirren, unseren inneren Frieden zu rauben und uns zu vernichten. Sie lassen den Atem stocken, sie lassen uns in Ohnmacht fallen. Ohnmacht und Machtlosigkeit lähmen uns, bis wir bereit und gewillt sind, eine Kehrtwende zu machen. Unsere kraftvollen Gedanken nicht mehr den Ängsten zu schenken, um sie weiterzunähren, bis sie die vollständige Macht über uns haben.

Lassen wir es nicht so weit kommen. Denken wir Gedanken, die uns keine Angst einjagen. Gedanken, die uns Mut machen, uns motivieren, uns aufbauen. Gedanken, die uns mehr zu geben bereit sind, als Machtlosigkeit und Ohnmacht. Gedanken, die unser Leben bereichern und unwiderstehlich machen. Gedanken, die wir lieben und dazu führen, dass wir unser Leben endlich leben und lieben.

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Man muss sich durch die kleinen Gedanken, die einen ärgern, immer wieder hindurchfinden zu den großen Gedanken, die einen stärken.

(Dietrich Bonhoeffer)

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Liebe Grüße,

© Sunelly Sims

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